23. März 2017

Die versprochenen Bilder

Hallo zusammen,
heute habe ich es mal geschafft euch auch ein paar Bilder hochzuladen. Es sind Bilder vom womensday, dem Tag des Fußballspiels mit der Hüpfburg und von Sams Geburtstag, er ist einer der Bordingkids und schneidet gerade seinen Kuchen an:).






Unser Banner zum maschieren



 Ja, bis auf Steph war ich die einzigste Weiße, was auf diesem Foto geradezu ins Auge sticht;)



Letztes Wochenende sind wir dann nochmal spontan mit allen Kids zu Lukes Farm gefahren. Das War ein sehr schöner Ausflug. Die Kinder haben Zitronen, Orangen und Granatäpfel gepflückt und hatten total viel Spaß. Dann haben wir noch einen kleinen Spaziergang durch den Wald gemacht und ich durfte unseren Landrover durch den Busch kutschieren, das Gras war Meterhoch und es hat echt Spaß gemacht.



Nächste Woche Ist bei uns schon wieder closing week, danach fangen dann die Ferien wieder an. Wir sind relativ früh, weil die Woche danach ein Ausflug für eine Woche mit den älteren Schülern ist. Ich fahre auch mit. Es geht nach Ndubaluba, das ist eine Art Abenteuer Camp.
Das wars dann auch schon wieder von mir, ich melde mich bald wieder:)
Liebe Grüße Anne


14. März 2017

Frauentag und Afrikacup

Hallo zusammen,
Letzte Woche war bei mir so einiges los. Als erstes war am Mittwoch der internationale Frauentag, der hier groß gefeiert wird. Es gab einen Marsch durch die Stadt, bei dem wir Lehrerinnen der KIS (Kasama International School) mitgelaufen sind. Dazu haben wir alle (von der Schule) den gleichen Chitengestoff bekommen, den wir uns dann zu einem Kleid, Rock... schneidern konnten. Wir sind also alle im Partnerlook bei dem Umzug mitgelaufen, bei dem auch zwei Kapellen, eineige andere Schulen, shoprite (Die Supermarktkette hier), das Militär und die Polizei dabei waren. wir sind alle gemeinsam zum Stadion "maschiert", wo es dann noch einige Reden und Ausstellungen (was Frauen so machen) gab. Der Höhepunkt war auf jeden Fall, dass drei Frauen Traktoren mit verschiedenen landwirtschaftlichen Maschinen gefahren sind. Das fanden alle total super und sie haben sehr viel Applaus bekommen. Ziemlich interessant fand ich auch zwei kleine Vorführungen mit Tänzen und Trommlern, ich bin immer wieder erstaunt, wie krass man seinen Körper doch zur Musik bewegen kann. Es gibt echt großartige Tänzer/innen hier, vor allem den Hüftschwung habe ich dagegen so überhaupt nicht drauf ;)
Anschließend sind wir dann mit den Lehrerinnen zu den Chishimbafällen (Wasserfälle ganz in der Nähe) gefahren, wo wir gegrillt und gechillt haben. Insgesamt war es ein wundervoller Tag, der noch besser wurde als Steph und ich nach Hause kamen und die Boardingkids für uns "Happy womensday" - Karten gebastelt hatten. Total lieb.


Das zweite große Event, das am Sonntag sein Ende hatte war der Afrika U20 Cup, der dieses Jahr in Sambia stattfand und den Sambia gewonnen hat:):):):)
Ich habe die Spiele zusammen mit den Kindern geschaut, was ein riesen Spaß war, weil alle so mitgefiebert haben. Zum Finale am Sonntag haben wir eine kleine Party veranstaltet, mit grillen und einem Jumpingcastle (mir ist das Wort Hüpfburg schon gar nicht mehr eingefallen). Das war natürlich auch spitze für die Kiddies, vor allem, da Sambia dann wirklich mit 2:0 gegen Senegal gewonnen hat.


Gestern hatten wir dann schon wieder einen Feiertag, den internationalen Tag der Jugend. Das bedeutet keine Schule. Steph und ich haben stattdessen einen kleinen Ausflug mit den Kindern zu den "Rocks" gemacht. Dort gibt es einige alten Höhlenmalereien, wir sind aber nur zum spielen und klettern hergekommen. Am Ende sind wir auch ziemlich nass geworden, der tägliche Regen war etwas früher. trotzdem hatten wir aber einen riesen Spaß.


Ganz liebe Grüße
Anne
PS: Bilder folgen, sobald das Internet es zulässt.

7. März 2017


Hallo ihr Lieben,

Ich schreibe euch mal wieder aus Sambia, was immer noch wunderschön grün und relativ regnerisch ist (die Regenzeit geht bis April, wo sie dann vom „Winter“ abgelöst wird. Wie kalt es dann wirklich wird weiß ich gar nicht so genau, ich bin aber schon sehr gespannt.

Letzte Woche ist Hannah zurück nach Deutschland geflogen, ich bin jetzt also die einzigste Freiwillige hier im Norden Kasamas. Das ist etwas schade, aber ich habe in Steph und Luke zwei Menschen gefunden, die mir echt wichtig geworden sind. Auch mit einigen der anderen „Teachers“ verstehe ich mich super und wir sind quasi Freunde. Die Kinder habe ich sowieso ins Herz geschlossen. Am Wochenende war ich mit Luke am Beach, am Lake Tanganjika, wo er einiges zu tun hatte. Montag haben wir es dann erst gegen Mittag zur Schule geschafft und sobald ich angekommen bin haben die Kinder mich umarmt, „Teacher Ann“ gerufen und gesagt, sie hätten mich vermisst. Solche Momente sind für mich wunderschön, es wärmt mir richtig das Herz und ich bin überglücklich hier zu sein, obwohl ich natürlich alle in Deutschland schon manchmal vermisse (besonders, da Hannah jetzt wieder zurück ist).

Sonst gibt es nicht so viel zu erzählen, daher melde ich mich bald wieder

Liebe Grüße

Anne

2. März 2017

Ein halbes Jahr

Hallo zusammen, seit gestern bin ich ein halbes Jahr hier in Sambia in Kasama.
Ganz schön krass die Vorstellung. Ich muss sagen, dieses halbe Jahr War fantastisch. Ich habe so viele Menschen getroffen, die mir ans Herz gewachsen sind, ich habe total viele Erfahrungen gemacht und jetzt so im Nachhinein war es gar nicht so lange (ich kann es jedem und jeder nur weiterempfehlen;)). 
Diese Woche ist hier das normale Alltagsgeschäft wieder eingetreten. Ich bin immer die erste die aufsteht, dann wecke ich die Kinder und sehe zu, das sie irgendwann dann auch mal fertig werden. Komischerweise stehen wir dieses Term früher auf, der Bus kommt etwas später und trotzdem habe ich das Gefühl, das wir öfters spät dran sind als letztes Term.
Ansonsten bin ich froh, daß wieder was los ist im Haus, Langeweile ist auf jeden Fall kein Problem. Es gibt immer jemand der was von mir möchte, sei es bei den Hausaufgaben helfen, was vorlesen (die Gutenachtgeschichte jeden Abend macht mir besonders viel Spaß, auch wenn es im Jungszimmer schon einmal passiert ist, das ich von Schnarchen unterbrochen wurde😂) mit in den Pool oder eine Partie Kicker. Das Kickerspielen ist auch so ne Sache. Der Kicker ist schon relativ alt und hat daher zwei massive Hügel bzw. Kuhlen. Die Griffe von den Stangen fallen teilweise ab oder drehen sich und einen echten Ball gibt es auch nicht mehr, dafür aber zwei Torhüter auf jeder Seite. Es macht aber trotzdem Spaß, vor allem da ich die Jungs schon ein paar mal besiegt habe.
Sonst gibt es hier nicht viel Neues, also bis zum Nächsten mal
Anne
PS: Eine Sache könnte noch interessant sein, das ist die Post. Die sambische Post ist leider recht unzuverlässig. Briefe, die ich verschickt habe haben es tatsächlich in gerade mal 12 einhalb Wochen geschafft. Umgekehrt hatte ich leider noch nicht viel Erfolg. Wohl hat mich der Dom mit vier Monaten Verspätung erreicht (Danke an dieser Stelle fürs schicken, ich war echt überrascht, als ich plötzlich 8 Heftigen aus Oktober und November in den Händen hielt), sonst ist aber noch nichts angekommen, obwohl eine Karte mittlerweile auch schon 5 einhalb Monate unterwegs ist und ein Päckchen seit fast vier Monaten im Postsystem steckt. Ganz schön komisch, aber mir wurde berichtet, dass das Hauptproblem der Post tatsächlich in Lusaka ist. Die dortigen Mitarbeiter sind wohl nicht so eifrig und motiviert und lassen Sachen gerne einfach mal liegen, anstatt sie irgendwohin weiter zu leiten. Ich hoffe aber weiter und wie sagt man so schön, Vorfreude ist doch die schönste Freude:) (zumindest wenn die sich dann irgendwann erfüllt).

21. Februar 2017

Und schon wieder Ferien

Ja, man glaubt es kaum, aber wir haben schon wieder Ferien. Half-Term-Break.

Die Zeit vergeht rasend, und dadurch, dass ich zweieinhalb Wochen Schule durch mein Seminar verpasst habe und dadurch, dass dieses Schuljahr nur knappe 10 Wochen dauert, ist die erste Hälfte des ersten Terms schon wieder vorbei. Eigentlich finde ich es ein bisschen schade, weil ich gerade so gut drin war, andererseits habe ich jetzt auch nochmal eine kleine Pause nach letzter Woche zum durchatmen. Tatsächlich war es dann doch ganz schön anstrengend, vor allem, da wir eine kleine Erkältungswelle hatten, die Kinder aber unbedingt in den Pool wollten.

Ansonsten ist hier aber alles in bester Ordnung, es regnet immer noch jeden Tag, meist abends und kühlt dadurch schön ab, wobei es tagsüber dennoch auf über 25° kommt. Durch die Gewitter haben wir abends schon mal öfters für einige Stunden keinen Strom, aber essen und auch baden im Kerzenlicht ist für mich immer schön.

Was bei Regen nicht so schön ist, ist aufs Klo zu gehen. Unser Klo hat ein Fenster, sodass es leicht reinregnet, nicht so angenehm, aber jetzt habe ich endlich einmal den wahren Sinn eines Klodeckels herausgefunden. Er schützt die Klobrille vor Regen.

Das wars auch schon wieder von mir für heute,

Alles Liebe

Anne

13. Februar 2017

Und schon bin ich wieder drin,...

... im Alltag.
Hi zusammen, so schnell kann es gehen.  Schon nach ein paar Tagen zurück in Kasama fühle ich mich wieder pudelwohl. Ich habe mich schon wieder daran gewöhnt, ständig Kinder um mich rum zu haben, auch das frühe Aufstehen ( um halb sechs jeden Tag) fällt mir wieder leichter, obwohl ich ja eigentlich schon gerne mal länger schlafe, was ich mir in der Schulzeit abschminken kann. In der zweiten Klasse geht es immer noch recht laut und chaotisch zu, ich merke aber, daß es schon besser wird, wenn wir zu zweit sind.
Seit Samstag habe ich eine ganz andere Herausforderung, Steph und Luke sind in Lusaka, zu einem Seminar und ich bin alleine für die 14 Kinder, die 5 Hunde, die Katze, die 60-70 Hühner und das Haus verantwortlich. Natürlich muss ich nicht alles machen, tagsüber kommt Alice zum kochen und Juliette macht die Wäsche, aber es ist trotzdem eine Verantwortung, die ich Wie ich meine bis jetzt ganz gut meistere. Es ist für mich ein seltsames Gefühl, abends zu wissen, daß ich jetzt diejenige bin, die für die Kinder da ist und ich niemanden um Rat fragen kann. Andererseits finde ich es auch super. Wir waren gestern mit allen Kindern im Pool, was den Kindern und mir ziemlichen Spaß gemacht hat und es ist auch schön, das sich die Kinder und Steph und Luke auf mich verlassen können und mir das auch zu trauen.
Natürlich bin ich auch ein bisschen erschöpft, vom Wochenende (ich bin schon um 5 aufgestanden, um die Hühner zu füttern und die Eier einzusammeln) aber guter Dinge und echt glücklich wieder hier zu sein:)
Liebe Grüße
Anne

7. Februar 2017

Endlich wieder zurück

Hallöchen, nach langer Reise bin ich seit Sonntag endlich wieder zurück hier in Kasama

In Dar Es Salaam waren wir zuletzt einige Tage auf unserem Zwischenseminar. Dort waren wir insgesamt 29 Freiwillige aus Tansania, Uganda, Namibia und Sambia, die alle schon seit August oder September im Ausland sind. Ich habe neue Freunde gewonnen und wir haben viele gute Gespräche geführt. Es ist schön zu hören, wie die anderen ihre erste Zeit erlebt haben und auch schön, selbst mal zu erzählen. In diesen wenigen Tagen ist unter uns Freiwilligen eine echte Gemeinschaft entstanden, wir konnten uns auch gute Ratschläge geben und unheimlich viel Spaß haben.

Unsere Rückreise bestand nochmal aus einer 36-stündigen Zugfahrt, die ich sehr genossen habe. Aus dem Fenster habe ich die Landschaft beobachtet und sogar ein paar Gazellen und Affen gesehen. Wir sind dann nachts gegen halb drei  in Kasama angekommen und mit dem Taxi zum Golfhaus gefahren. Hier anzukommen war zwar etwas komisch, so mitten in der Nacht aber ich habe mich total gefreut und sofort wieder zu Hause gefühlt. Mittlerweile habe ich mich auch wieder eingewöhnt und auch in der Schule war es cool. Alle haben sich gefreut mich wieder zu sehen. Das Schuljahr beginnt hier im Januar also haben Teacher Bridget und ich neue Kinder bekommen. Insgesamt sind jetzt 21 Kinder in der zweiten Klasse und in unserem kleinen Klassenraum ist es oft sehr laut, trotzdem macht es mir Spaß und ich bin froh wieder zurück zu sein.

Liebe Grüße und bis bald

Anne
PS: Noch etwas zum schmunzeln aus der gestrigen Topic-Stunde. Es ging um Regen und die Frage, wie der Regen in die Wolken kommt. Die erste Antwort, wie aus der Pistole geschossen und von allen bejaht war Gott, der die Regentropfen in die Wolken füllt. Dicht gefolgt von Jesus.

22. Januar 2017

Immer noch unterwegs

Hallo ihr lieben,
Hier kommt Teil 2 unserer Reise.
Als erstes wäre da die Zugfahrt. Wir sind von Mbeya nach Dar Es Salaam gefahren und haben dafür 28 Stunden gebraucht. Im Zug hatten wir ein Sechser-Abteil, mit Betten. Es war zwar ziemlich eng, aber auch ganz schön. Während der Fahrt konnten wir aus dem Fenster echt schön die Landschaft beobachten, Grasland, Palmen, kleine Dörfer oder Hütten und sogar drei Antilopen. Zwischendurch, wenn der Zug an kleineren Bahnhöfen angehalten hat konnte man Obst und kleine Gebäcke von Einheimischen kaufen (die wissen, dass zweimal die Woche der Zug kommt und stehen mit gefüllten 
Der Tazara-Express
 
Ein Stückchen Tansania

Direkt an den Schienen liegt ein Dorf mit Markt

Dar Es Salaam war dagegen ein echter Gegensatz zu den Dörfern und Städten, die wir zuletzt gesehen haben. Es ist eine riesige Stadt, mit Hochhäusern und modernen Gebäuden, die direkt neben heruntergekommenen Häusern stehen. Wir haben uns einfach ein bisschen von der Stadt treiben lassen, haben den Hafen und eine Kirche gesehen (hier ist nicht mehr alles christlich, es gibt viele Moscheen und man sieht überall auf der Straße Muslima). Von einem der Hochhäuser haben wir uns Dar von oben angesehen und wir waren natürlich bei verschiedensten Straßengrills und Shitengenshops, von denen es nicht zu wenige gibt.



Mit einer Fähre sind wir dann nach Sansibar übergesetzt und mal wieder hatte ich das Gefühl im Paradies gelandet zu sein. Weiße Sandstrände, türkisblaues Wasser, Palmen und die pralle Sonne. Die Insel hält was sie verspricht, wir sitzen morgens um 6 am Strand und gucken uns den Sonnenaufgang an, wir haben eine Bluetooth Safari gemacht: Mangrovenbäume, eine Sandbank, Unheimlich viele bunte Fische beim Schnorcheln, ein uralter Baobabbaum und Delfine, die direkt neben unserem Boot hergeschwommen sind. Einfach fantastisch. Auch mit einem Seeigel habe ich Gesellschaft gemacht (die gibt es an unserem Strand leider zu Tausenden und das ist nicht übertrieben ). Wir haben ausgedehnte Strandspaziergänge gemacht und uns im indischen Ozean abgekühlt. Es ist hier nämlich sehr warm, so um die 35 Grad und das im Januar.






DInsgesamt ist es total schön und einfach unglaublich. Schade, das wir nächste Woche schon wieder aufbrechen, zu unserem Zwischenseminar aber ich muss sagen ich freue mich auch schon danach wieder zurück ins Projekt zu gehen, wo jetzt das neue Schuljahr begonnen hat.
Viele liebe Grüße aus der Hitze Sansibars
Anne